In diesem Video lernst du den ersten Aufbau einer besonderen Wasserübung kennen: „Rette das Frauchen“. Die Idee dahinter ist einfach: Der Hund lernt, auf ein Signal hin zu seinem Menschen ins Wasser zu schwimmen und ihn zu erreichen. Bevor es losgeht, steht jedoch die Sicherheit an erster Stelle. Hunde sollten sich immer langsam an das Wasser gewöhnen und sich zunächst abkühlen, bevor sie schwimmen. Gerade an warmen Tagen ist das wichtig für Kreislauf und Herz. Die richtige Vorbereitung Für die Übung können sowohl Mensch als auch Hund eine Schwimmweste tragen. Das erleichtert später den Aufbau und sorgt für zusätzliche Sicherheit. Wichtig ist, dass der Hund bereits positive Erfahrungen mit der Schwimmweste gesammelt hat. Kleine Suchspiele, Apportierübungen oder Futterbeuteltraining helfen dabei, die Weste mit etwas Angenehmem zu verknüpfen. Erst warten, dann schwimmen Ein wichtiger Baustein der Übung ist die Impulskontrolle. Der Hund soll nicht einfach ins Wasser stürmen, sondern zunächst ruhig warten und Blickkontakt aufnehmen. Erst auf Freigabe darf er ins Wasser. Dadurch lernt der Hund: - sich trotz großer Vorfreude zu kontrollieren, - auf seinen Menschen zu achten, - und nicht automatisch bei jedem Gewässer loszustürmen. Der Aufbau des Rettungssignals Bevor der Hund tatsächlich „rettet“, wird zunächst das Herankommen im Wasser geübt. 1. Der Hund wartet am Ufer. 2. Der Mensch geht einige Schritte ins Wasser. 3. Der Hund wird gerufen. 4. Sobald der Hund zuverlässig kommt, wird ein neues Signal eingeführt, zum Beispiel „Hilfe!“. Zusätzlich empfiehlt sich ein deutliches Körpersignal, etwa Winken mit dem Arm. Hunde lernen häufig schneller, wenn Wort- und Körpersignal kombiniert werden. Kleine Schritte führen zum Erfolg Gerade bei neuen Übungen gilt: Nicht zu schnell vorgehen. Manche Hunde zögern zunächst, ins Wasser zu kommen oder reagieren unsicher auf die neue Situation. Oft hilft es, seitlich zum Hund zu stehen und den Schwierigkeitsgrad langsam zu steigern. Wichtig ist: - viel loben, - kleine Fortschritte belohnen, - und die Übung positiv beenden. Mehr als nur ein Trick Auch wenn die Übung spielerisch aufgebaut wird, fördert sie viele wichtige Fähigkeiten: - Bindung und Vertrauen - Aufmerksamkeit gegenüber dem Menschen - Impulskontrolle - sicheres Verhalten am Wasser Und ganz nebenbei macht es vielen wasserbegeisterten Hunden riesigen Spaß, ihrem Menschen „zur Hilfe zu eilen“.
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