Bei Ricky sehen wir jetzt etwas, das viele Hunde machen: Er liegt zwar auf seiner Decke, aber der halbe Hund schaut schon wieder darüber hinaus. Darf man das erlauben? Ja, absolut. Solange noch ein Teil des Hundes auf der Decke liegt, würde ich das in dieser Situation nicht unnötig streng sehen. Es kann außerdem ganz andere Gründe haben: Vielleicht ist ihm einfach zu warm oder er möchte etwas näher bei uns liegen. Deshalb gilt auch hier: beobachten, statt jedes kleine Verhalten sofort zu korrigieren. Später rutscht Ricky dann tatsächlich komplett von der Decke. Jetzt könnte es sein, dass er einfach näher bei uns sein möchte – oder dass ihm warm ist. Da ich ihn noch nicht gut genug kenne, lässt sich das nicht eindeutig sagen. Gerade bei einem Hund, der diese Übung noch nicht kennt, würde ich deshalb nicht übermäßig pingelig sein. Wir schauen uns lieber an, wie er sich weiter verhält. Auch das Kratzen und Knabbern am Körper kann übrigens in manchen Situationen eine Stressreaktion beziehungsweise Übersprungshandlung sein. Entscheidend ist dabei immer, ob der Hund dieses Verhalten auch sonst zeigt und wie es in der jeweiligen Situation aussieht. Also: nicht jedes Kratzen ist automatisch Stress – der gesamte Kontext zählt. Wir beobachten Ricky einfach weiter und schauen, was er uns als Nächstes zeigt.
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